Wehrleute schaufeln Dach frei

Wehrleute schaufeln Dach frei
Schaufeln, was das Zeug hält. Mit Schubkarren befördern Feuerwehrleute den Schnee vom Dach des Hallenbades. Auch die Fotovoltaikanlage (kleines Bild) muss von der weißen Pracht befreit werden.Foto:
Lienen - Der Schnee ist feucht und schwer wie Blei. Ein Räumblech - gefüllt mit der weißen Pracht - wiegt wohl 15 Kilogramm. Nach einer Stunde Schaufeln steht den 15 Einsatzkräften bei Temperaturen um den Gefrierpunkt der Schweiß auf der Stirn.

Das knapp 700 Quadratmeter große Flachdach des Hallenbades muss geräumt werden. Vorsichtshalber. Dort, wo sich die Fotovoltaikanlage befindet, ist Schnee von den blauen Feldern gerutscht. Die Haufen sind bis zu 60 Zentimeter hoch. „Die Belastung ist möglicherweise punktuell zu groß“, meint Ralph Meier. Daher, so Lienens Löschzugführer, sei die Wehr um 12.30 Uhr alarmiert worden. 30 Zentimeter misst die Schicht über den Umkleiden.

Georg Koop, stellvertretender Löschzugführer, leitet am Montagnachmittag den ungewöhnlichen Einsatz. Schnee schaufeln mussten die Wehrleute bislang nicht. Dafür ist man auch nicht richtig ausgerüstet. „Uns mangelt es heute an Schubkarren“, sagt Koop. Große Schneeschaufeln sind später schnell organisiert. Nach zwei Stunden lassen Motivation und Kräfte der Einsatzkräfte nach. Die zweite Gruppe wird nachalarmiert. Ablösung. Auf zum heißen Kaffee. Am späten Nachmittag ist der Schnee vom Dach entfernt. Die Schwimmer können im Hallenbad wie gewohnt ihre Bahnen ziehen.

In diesen Tagen erhält die Wehr immer wieder Anrufe von Bürgern, die ihre Dächer von der Schneelast befreit sehen möchten. Doch da wehrt Ralph Meier ab: „Es ist nicht Aufgabe der Feuerwehr, Dächer freizuschaufeln. Jeder Einzelne ist gefordert, rechtzeitig, das Dach zu reinigen.“ Bei einem echten Notfall berechnet die Wehr die erbrachten Leistungen nicht. Meier: „Ansonsten kostet das.“

Also: Die Schneemassen auf dem Dach rechtzeitig entfernen. Ähnliches gilt für Eiszapfen.

VON WILHELM SCHMITTE, LENGERICH

Alarmierung durch den Rettungsdienst: Starker Chlorgeruch

-bk- Am Montag 06.12.2010 wurde der LZ Kattenvenne zur Holzhandlung Kröger am Kattenvenner Bahnhof alarmiert. Der vorher alarmierte Rettungsdienst wurde zu einer verletzten Person gerufen, wobei er starken Chlorgeruch feststellt. Da er ohne Atemschutz den Patienten nicht erreichen konnte, gab er eine entsprechende Rückmeldung an die Leitstelle. Darauf rückte der LZ Kattenvenne mit 20 Kräften zur Einsatzstelle aus. Sofort wurde die GAMS – Lage eingeleitet. Unter Form1 wurde der Angriffstrupp zur Menschenrettung vorgeschickt. Parallel wurden die Notdekon und die Absperrung hergerichtet. Da die Unfallstelle an der Bahnlinie Münster – Osnabrück liegt gab es eine entsprechende Rückmeldung an die Leitstelle mit der Nachforderung des Notfallmanagers der Bahn, einen GSG - Zug, einen weiteren RTW und als Unterstützung den LZ Lienen. Die Polizei sollte die angrenzende B 475 sperren und die durch die Chlorgaswolke betroffenen Häuser über Lautsprecher warnen.

An der Einsatzstelle rüsteten sich zwei Trupps unter schweren Atemschutz und mit CSA – Anzügen aus. Der erste Trupp ging zur Erkundung des Stoffes und zur Abdichtung des Fasses vor. Der zweite Trupp diente als Sicherungstrupp. Mit entsprechendem Material wurde die Leckage schnell abgedichtet. Als zusätzlichen Schutz wurde die Gaswolke mit Sprühstrahl niedergekämpft.

Da es keine Stoffnummer auf dem Tank gab wurde über die Leitstelle anhand der Herstelleradresse der Stoff Chlordioxid ermittelt. Plötzlich gab es den Notruf Mayday, Mayday. Sofort ging der Rettungstrupp unter CSA vor und half dem verunglückten Trupp. Hier war ein Kamerad durch die starke körperliche Belastung zusammen gebrochen. Dabei landete er direkt auf seinen Funkknopf, was das Funken an der Einsatzstelle unmöglich machte. Nach kurzem hektischem Treiben ging der Rettungstrupp vor. Als alle CSA Träger in der Notdekon dekontaminiert waren, war Übungsende für den LZ Kattenvenne. Das Szenario Gefahrgut war das Thema der letzten Zugübung in diesem Jahr.

Brennt Schuppen

Mittwoch 8 Dezember 2010 17:47 Uhr. Einsatz für die Feuerwehr Lienen 2. Gruppe Brennt Holzschuppen. Bei Eintreffen der ersten Kräfte und einer schnellen Lage Erkundung, wurde auch die 1. Gruppe Lienen alarmiert. Es stellte sich heraus das in einer Scheune nahe eines Wohnhauses, eine dort stationierte Heizungsanlage aus unerklärlichen gründen Feuer gefangen hatte.Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden.Zur Absicherung wurde die Wärmebildkamera aus Lengerich zur Einsatzstelle gebracht. Im Einsatz war ein Trupp unter PA mit einem C - Rohr.

VU Pers. Klemmt

Einer Katze ausgewichen: Autofahrerin rutscht in den Straßengraben



Weil sie einer Katze ausweichen wollte, endete für eine 33-Jährige die Fahrt im Graben. Die Lienenerin wurde mit dem Rettungswagen in die Lengericher Helios-Klinik gebracht. Wie die Polizei berichtet, war die Autofahrerin am Donnerstag gegen 11 Uhr auf der schneebedeckten Kattenvenner Straße in Richtung Lienen unterwegs. In Appelbaums Kurve lief eine Katze über die Straße. Die 33-Jährige verlor nahe der Einmündung des Fleetenwegs die Kontrolle über den Wagen und schleuderte in den Straßengraben. Weil die Fahrerin dabei eingeklemmt wurde, mussten sie Feuerwehrleute aus dem Auto befreien. Die Kattenvenner Straße war für 30 Minuten voll gesperrt. Den Sachschaden geben die Beamten mit 5000 Euro an. Foto: Wilhelm Schmitte,Bericht WN