Nachbarschaftliche Löschhilfe in Bad Iburg

Halle mit Reinigungsmittel brennt in Bad Iburg nieder

Großeinsatz der Feuerwehr in Bad Iburg: Am frühen Donnerstagnachmittag ist an der Lienener Straße im Ortsteil Ostenfelde die Halle einer Gebäudereinigungsfirma abgebrannt. Dort waren Reinigungsmittel gelagert. Anwohner werden gebeten, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Bei Messungen konnten allerdings bislang keine giftigen Dämpfe festgestellt werden.

Als die Einsatzkräfte am frühen Nachmittag eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach der zehn mal zwanzig Meter großen Halle. Laut Einsatzleiter Andreas Kemper von der Feuerwehr Glandorf dämmten dann fast 100 Feuerwehrleute der Wehren aus Glane, Iburg, Lienen und Glandorf den Brand ein. Die Grundmauern stehen noch.

Spezialisten vor Ort prüfen nun, ob bei dem Brand gefährliche Gase ausgetreten sind. Bislang konnten sie aber nach ihren Messungen Entwarnung geben.

Derzeit läuft die Suche nach der Brandursache. Das Ordnungsamt ist vor Ort, die Polizei ermittelt. Wie hoch der Schaden ist, konnte die Polizei noch nicht mitteilen.

Bericht und Fotos Neue Osnabrücker Zeitung (www.noz.de)

1. Jahr First Responder

Schnelle Hilfe ohne Umwege

Die Ersthelfer haben nach einem Jahr Bilanz gezogen. Für ihre Arbeit sind sie auf Sponsoren wie Per Wasner (6. von links) angewiesen. Insgesamt stehen mittlerweile 31 „First Responder“ zum Einsatz bereit.Foto: 11 neue First Responder konnten am Samstag ihre Urkunde entgegen nehmen.Zusätzlich überreichte die Firma Schencking durch Per Wasner (6 von rechts) einen Scheck für die Ersthelfer.
Exakt ein Jahr war es am Samstag her, dass die Freiwillige Feuerwehr Lienen den „First-Responder“ oder Ersthelfer eingeführt hat. Bei einem gemütlichen Zusammentreffen von Helfern, Gönnern und den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr ließen sie das vergangene Jahr Revue passieren.
Am 5. März 2010 um 7 Uhr traten die ersten Feuerwehrmänner mit der Zusatzausbildung zum First Responder ihren Dienst an. Bereits um 10.11 Uhr ging der erste Notruf in der Rettungsleitstelle in Rheine ein. Schon eine Minute später waren die First Responder am Unfallort.
Im Lauf des Jahres gab es 127 Einsätze für die Ersthelfer. Medizinische Notfälle wie Herzinfarkt und Schlaganfall gehören genau so dazu wie Verkehrsunfälle, chirurgische und Kindernotfälle. Durch den schnellen Einsatz konnte auch schon mehreren Menschen das Leben gerettet werden. Über den Notruf 112 wird der First-Responder zusammen mit dem Rettungswagen und Notarztwagen zur Einsatzstelle alarmiert.

Obwohl die First-Responder-Zusatzausbildung keine Pflichtaufgabe für die Feuerwehr ist, hatte sich die Freiwillige Feuerwehr Lienen dazu entschlossen, sie durchzuführen. Die RWE sponserte dafür einen Kommandowagen. Damit fährt ein Ersthilfer von zu Hause aus sofort zum Hilfe Suchenden, während ein weiterer Ersthelfer mit dem Privatwagen den Ort des Geschehens anfährt.

Alle privaten Fahrzeuge sind bestückt mit einer Notfalltasche mit den Grundgeräten. Der Kommandowagen ist zudem mit weiteren wichtigen Hilfsmitteln ausgestattet. Noch konnte die Feuerwehr nicht alle Geräte und Materialien anschaffen, die eine Rettungsversorgung weiter optimieren würden.

Für den Unterhalt dieser Gerätschaften und Materialien sowie für die Ausbildung der Ersthelfer ist die Feuerwehr auf die Unterstützung der Bevölkerung und auf Sponsoring angewiesen. „Das System kann nur überleben, wenn wir weiterhin in der Ausbildung aktiv bleiben und entsprechende Geräte und Materialien zur Verfügung haben“ erklärt Ralph Meier, der Leiter der Feuerwehr Lienen/Kattenvenne, die große Bedeutung der Unterstützung durch die Bürger.

Als positives Beispiel ging am Samstag die Firma Schencking aus Lienen voran. Werksleiter Per Wasner überreichte Ralph Meier einen Scheck über 500 Euro. „Für die Bevölkerung ist die Arbeit der Feuerwehr eine dankbare Sache und solche Weiterbildungen innerhalb der Feuerwehr sollten unterstützt werden“ erläutert Wasner.

Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht dies. 220 Einsätze insgesamt hatte die Feuerwehr im vergangenen Jahr, sowohl First-Responder als auch Feuerwehreinsätze. 13 700 Stunden in Bereitschaft leisteten die freiwilligen Helfer, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Mittlerweile kann die Freiwillige Feuerwehr in Lienen auf 31 First-Responder zurückgreifen.

Foto und Bericht Westfälische Nachrichten / Feuerwehr Lienen